Pusteblume Spielgruppe für Einjährige

Spielgruppe für Einjährige

Alter: 10 Monate bis ca. 30 Monate (Aufnahme als Einjährige)

Zeit: Dienstags, 15.30 Uhr, bis 17.00 Uhr 

Teilnehmerzahl: ca. 10 Kinder mit einem Elternteil.



Beschreibung der Spielgruppe

In der Pusteblume Spielgruppe spielen, bewegen und begegnen sich die Kinder und werden dabei von zwei Erzieherinnen des Kindergarten Pusteblume begleitet.

Die Mütter/Väter sitzen in Ruhe gemeinsam am Rand und beobachten ihr Kind aufmerksam. 

Sie signalisieren ihrem Kind: "Hier gefällt es mir, ich möchte hier sitzen bleiben. Du darfst gerne spielen und wieder zu mir kommen wenn du bei mir sein möchtest."

Die Kinder wählen selbst, wann sie die Nähe der Bezugsperson verlassen möchten um die Spielbereiche zu erkunden und wann sie auf dem Schoß ihres Elternteils zurückkehren möchten. 


Der große Teppichbereich mit den Spiel- und Bewegungsecken ist dadurch der ungestörte Spielbereich der Kinder.

Hier dürfen die Kinder selbständig alles erkunden und allererste Freundschaften schließen.

Zwei Pusteblume-Erzieherinnen unterstützten die Kinder dabei, geben durch Material Spielimpulse und helfen den Kindern bei Konflikten zum gelingenden, gemeinsamen Spiel.


Die Atmosphäre in der Spielgruppe ist geprägt von Achtung und Respekt vor der individuellen Entwicklung und der Persönlichkeit der Kinder.

Von Woche zu Woche lernen sich die Kinder besser kennen und Freundschaften entstehen.


Die Kinder erlangen motorische Geschicklichkeit, Selbstvertrauen und Sozialkompetenz in der Begegnung mit Gleichaltrigen.

Die Mütter oder Väter dürfen sich dabei entspannen, ihr Kind beobachten und bei Bedarf auf ihr Kind reagieren (ermutigend zunicken, Gefühle in Worte fassen...).
Für die Eltern bedeutet die Zeit in der Spielgruppe, die Lernprozesse ihres Kindes wahrzunehmen, das Kind besser zu verstehen und als Eltern zu lernen, der Kompetenz ihres Kindes zu vertrauen. Gerne können sich die Eltern auch mit Erziehungsfragen an die Erzieherinnen wenden.

Die Wichtigkeit von selbständigem Erforschen und Spielen


Wenn Kleinkinder nicht permanent „bespielt“ (also von Erwachsenen animiert, abgelenkt oder angeleitet) werden, sondern Raum haben um selbstständig forschen zu dürfen, legen sie damit das Fundament für lebenslanges Lernen und eine stabile Persönlichkeit.

Aus entwicklungspsychologischer Sicht und nach der Pädagogik von Emmi Pikler hat das selbstbestimmte Erforschen tiefgreifende Gründe:

1. Das Gehirn lernt nur durch eigenes Handeln

Wenn ein Erwachsener zeigt, wie ein Spielzeug funktioniert, lernt das Kind nur, wie man den Erwachsenen imitiert. Sucht das Kind jedoch selbst nach Lösungen, feuern die Synapsen im Gehirn auf Hochtouren. Das Kind stellt Hypothesen auf („Was passiert, wenn ich den Becher umdrehe?“), testet sie und korrigiert sich selbst. Dieses aktive Lernen verankert Wissen um ein Vielfaches tiefer als passives Zuschauen.

2. Entwicklung von echter Konzentration (Flow-Zustand)

Dauerhafte Animation von außen zerstört die natürliche Aufmerksamkeitsspanne des Kindes. Darf ein Kind hingegen einem eigenen Impuls folgen, versinkt es oft in eine tiefe, fast meditative Konzentration (auch Flow-Zustand genannt). Diese Fähigkeit, sich ausdauernd und tiefgehend mit einer Sache zu beschäftigen, ist die wichtigste Voraussetzung für späteres schulisches Lernen.

3. Aufbau von Selbstwirksamkeit und Urvertrauen

Ein Kind, das ständig bespielt wird, verinnerlicht unbewusst die Botschaft: „Ich alleine bin nicht genug, ich brauche jemanden, der mich unterhält.“ Das führt zu Passivität. Wenn das Kind ein Ziel jedoch aus eigenem Antrieb erreicht, erfährt es Selbstwirksamkeit („Ich wollte das, ich habe es versucht und ich habe es geschafft!“). Das macht Kinder innerlich stark, unabhängig und selbstbewusst.

4. Höhere Frustrationstoleranz und Resilienz

Beim freien Erforschen läuft nicht immer alles glatt: Der Turm fällt um, der Ball rollt unter das Sofa. Wenn Erwachsene jetzt nicht sofort eingreifen und die Situation „retten“, lernt das Kind, mit diesem kleinen Frust umzugehen. Es probiert einen neuen Weg. So entwickelt es Resilienz – die Fähigkeit, bei Misserfolgen nicht aufzugeben, sondern nach neuen Lösungen zu suchen.

Was passiert beim Bespielen vs. beim Erforschen?

  • Beim Bespielen (Fokus auf den Erwachsenen):
    Das Kind wird zum Konsumenten. Es wartet auf den nächsten Reiz von außen. Die Spielphasen sind oft kürzer, das Kind wird schneller quengelig, weil es in eine Abhängigkeit vom Erwachsenen gerät.
  • Beim Erforschen (Fokus auf das Objekt):
    Das Kind ist Produzent seiner eigenen Entwicklung. Ein simpler Alltagsgegenstand (wie ein Kochlöffel) wird stundenlang untersucht: Wie schmeckt er? Welches Geräusch macht er auf dem Boden? Wie fühlt er sich an? Das Spiel ist unerschöpflich.

Fazit: Die wichtigste Aufgabe von Erwachsenen ist es nicht, die Lücke der Langeweile zu füllen, sondern dem Kind den Raum, die Zeit und das Vertrauen zu schenken, seiner eigenen Neugier zu folgen.

In der Pusteblume Spielgruppe haben die Kinder diesen sicheren Raum mit entwicklungsanregenden Materialien, die sie selbständig, in ihrem Tempo und auf ihre Weise erkunden dürfen.

Ort

Spielzimmer des Naturkindergarten Pusteblume

Darmsheimer Steige 1

71134 Aidlingen

Im Sommer trifft sich die Spielgruppe je nach Wetter auch in der Natur in der "Matschküche" des Kindergartens.

Der jeweilige Treffpunkt wird über die Signalgruppe kommuniziert. Bitte laden Sie sich dafür Signal auf Ihr Handy.


Das Spielzimmer

Das Spielzimmer ist der Gruppenraum der Raupen des Kindergarten Pusteblume.

Im Spielzimmer gibt es ansprechende Spielecken für die Kleinkinder, die den unterschiedlichen Bedüfnissen der Kleinsten gerecht werden und jeweils verschiedene Spiel- und Entwicklungsimpulse geben:


Bewegung: 

Das Herzstück des Spielzimmers ist die "Dschungelbrücke", ein Kletter- und Rutschelement für die Allerkleinsten.

Ein Piklertunnel sowie ein Piklerdreieck erweitern die Bewegungslandschaft.

Je nach Fähigkeiten können die Kinder in eigener Geschwindigkeit im Krabbeln, Laufen, Klettern, rutschen Bewegungsabläufe verinnerlichen.


Rollenspiel:

Eine liebevoll eingerichtete Puppenecke motiviert zum ersten Rollenspiel.

Bauecke:

Holztraktoren, Holzbagger und Holzbausteine inspierieren zum Spielen und Bauen.


Bilderbücher:

Die Bilderbuchecke mit Kleinkindgerechten Sofas laden zur Pause und Betrachten ein.



Im Spielzimmer gibt es Ruhe, Zeit und altersentsprechendes Material für eine ganzheitliche Entwicklung des Kleinkindes, die aus inneren Entwicklungsimpulsen kommt. Die Kinder werden durch das Material zu neuen Erfahrungen motiviert.

Die Kinder dürfen das Spielzimmer barfuß oder mit Rutschsocken erobern.  Dadurch haben sie einen guten Halt beim Klettern und machen sensomotorische Erfahrungen.

Die Erwachsenen bringen bitte Hausschuhe o.ä. für sich mit.

Die Matschküche

Die Matschküche ist der grüne Gruppenraum der Raupengruppe des Naturkindergarten Pusteblume.

Idyllisch, mitten in der Natur ist der kindgerecht gestaltete Ort eine kleine Oase.

In der Matschküche gibt es Sand, Kochutensilien, Kletterpodeste, kleine Holzpferde und vieles mehr für kleine Entdecker.

Bäume spenden ausreichend Schatten.


Zeiten


Dienstags von 15.30 Uhr bis 17.00 Uhr 

Während der Ferien des Kindergarten Pusteblume findet keine Spielgruppe Bewegungsraum statt.


15.30 Uhr bis 16.00 Uhr: Flexibles Ankommen

15.30 Uhr bis 16.45 Uhr: Bewegungsraum-Zeit

16.45 Uhr: Alle treffen sich zum Singen im Kreis

17.00 Uhr: Alle gehen wieder nach Hause.

Leitung der Spielgruppe

Die Spielgruppe wird von zwei Erzieherinnen des Kindergarten Pusteblume geleitet:

  • Schwester Mara Kranz, Erzieherin und Leitung des Kindergarten Pusteblume 
  • Frau Mannhardt, Erzieherin im Anerkennungsjahr in der Raupengruppe

Kosten


Der Elternbeitrag beträgt monatlich 50 € (2027) und ist für die Personalkosten, Materialkosten etc. bestimmt. 

Er ist deshalb auch während der Ferien oder bei Fehlen fällig. 

Der Elternbeitrag ist jeweils im Voraus per Sepa-Lastschrift zu zahlen.

Der Elternbeitrag für eine Familie mit zwei Kleinkindern beträgt monatlich 70€.


Diakonissenmutterhaus Aidlingen e. V.
IBAN: DE61 6035 0130 0001 1629 54
Kreissparkasse Böblingen
BIC: BBKRDE6BXXX


Veranstalter

Diakonissenmutterhaus Aidlingen e. V.

Darmsheimer Steige 1

71134 Aidlingen

Haftung

Für Schäden oder Unfälle, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Veranstalters oder der Mitarbeitenden beruhen, wird keine Haftung übernommen. 

Die Verantwortung für die Unfall- und Haftpflichtversicherung während des Aufenthalts im Bewegungsraum, sowie auf den Wegen liegt bei den Eltern.


Anmeldung


Bitte senden Sie das ausgefüllte Anmeldefomular an den Naturkindergarten Pusteblume, Darmsheimer Steige 1 in Aidlingen oder an naturkindergarten@dmh-aidlingen.de

Ob eine Zusage erteilt werden kann, hängt von der Anzahl der Anmeldungen ab.

Die Anmeldung ist erst nach einer Zusage durch die Kindergartenleitung gültig.

Ob eine Zusage erteilt werden kann, hängt von der Anzahl der Anmeldungen ab.

Sobald dann auch das SEPA-Lastschriftmandat im Kindergarten eingegangen ist, besteht das Vertragsverhältnis.


Das Anmeldeformular und das SEPA-Lastschriftmandat finden Sie hier:

Titel Details Aktionen
Anmeldeformular Spielgruppe für Einjährige Datei downloaden
Sepa Spielgruppe für Einjährige Datei downloaden
2026 Jahreskalender Datei downloaden

Kündigung

Das Angebot ist für Kinder von 10 bis ca. 30 Monaten bestimmt. 

Sowohl die Personensorgeberechtigten als auch der Veranstalter können das Vertragsverhältnis mit einer Frist von acht Wochen zum Monatsende kündigen.

Im ersten Monat beträgt die Kündigungsfrist eine Woche zum Monatsende.